
Nach gut vier Monaten in der Heimat, geht es nun wieder los. Weihnachten, Jahreswechsel, zwei fünfzigste Geburtstage, ein „Master“, ein achtzigster – dazu, viele Besuche, noch mehr Gespräche.
Es war Friederikes Idee, im letzten Jahr von Norderbrarup aus bis nach Istanbul zu radeln. Ein Weg, der uns durch Landschaften und Jahrhunderte geführt hat, bis an diesen eigenartigen Ort, an dem Europa und Asien sich nicht trennen, sondern ineinander übergehen.
Während der Reise reifte in mir der Entschluss, mein jahrzehntelanges „Ich könnte doch …“ in ein wahres Tun zu verwandeln.
So ist zum ersten Mal der Bosporus nicht das Ziel, sondern ein Übergang. Ich breche auf, statt nur davon zu sprechen.
Der Weg führt mich weiter durch die Türkei, nach Georgien und Aserbaidschan, über das Kaspische Meer, durch die Weiten Kasachstans bis in den Osten Usbekistans – nach Taschkent. Städte und Landschaften, deren Namen nach Steppe, Staub und Geschichten klingen, die älter sind als unsere heutigen Grenzen.
Ich bin voller Vorfreude. Und traurig.
Traurig, weil ich diesen Weg alleine gehen werde. Ich kann Friederikes Beweggründe, nicht mit auf diese Reise zu gehen, sehr gut verstehen. Der Kopf nickt zustimmend. Und doch spricht das Herz eine andere Sprache.
Drei Monate werde ich unterwegs sein. Drei Monate, in denen sich Kilometer und Gedanken sammeln dürfen. Und hier, wie immer, werde ich versuchen, Euch ein wenig mitzunehmen: auf staubige Straßen, in fremde Teehäuser, zu unerwarteten Begegnungen – und vielleicht auch zu mir selbst.
Eine kurze Anleitung:
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